Was hat Kampfkunst mit Pädagogik zu tun?

Kampfkunstpädagogik (KKP) bedeutet,  durch das Medium Kampf und Körper mit Kindern und Jugendlichen  defizitäres Verhalten aufzuarbeiten.

Kampfkunst als ein Weg, den "äußeren", als auch den "inneren" Kampf erfolgreich zu gestalten. Durch konsequente Übung (Auseinandersetzung mit sich selbst) soll Reifung geschehen.

KKP wird erfolgreich in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Bereichen eingesetzt.

Kampfkünste, insbesondere Kampfmethoden  die von ausgebildeten Pädagogen gelehrt werden, ermöglichen dem Kind  unter professioneller Begleitung sich selbst und seine positiven Kräfte  zu entdecken. Voraussetzung hierfür ist eine hohe professionelle und  personale Kompetenz des Lehrers.

Natürlich sind Kampfkünste zum Angriff und zur Verteidigung konzipiert worden. Jedoch ist dieser Aspekt heute in verantwortungsvoll geführten Schulen und Vereinen einer unter vielen. Die Kinder sollen nicht über das Gegeneinander, sondern durch das begleitete Miteinander Strategien und Möglichkeiten erarbeiten, die  gerade einer körperlichen Lösung vorbeugen soll.

Der Begriff Pädagogik: “(griechisch pais ”Knabe, Kind” und agogein ”führen)” ist mit Bildung, Erziehung und Sozialisation zu übersetzen.

Ziel jeder pädagogischen Handlung ist  nicht nur die positive Sozialisation. Die Erziehung zur Mündigkeit und  Selbstbestimmung sollte wesentlicher Bestandteil des erzieherischen Handelns sein.

Der Begriff Kampfkunst: Als  ressourcenorientierter Ansatz, ganzheitlich mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, bietet die Kampfkunstpädagogik Möglichkeiten die eigenen  Kräfte zu mobilisieren.

Die Kinder lernen durch das selbsttätige Tun ihre eigenen Stärken und Schwächen, aber auch die des Partners kennen und schätzen. Dies hat zur Folge, dass durch dieses Üben (und “kämpfen”) das eigene Körperschema entwickelt und verstanden wird.  Kompetenzen werden entdeckt und ausgebaut, ein positives Selbstbild entwickelt. Dadurch bekommt das Kind mehr Selbstvertrauen und  Ich-Stärke, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es kein potentielles  Opfer für andere darstellt. Dem “alltäglichen Kampf” kann friedfertig  begegnet werden.

In diesem Sinne ist professionell  vermittelte Kampfkunst ”Friedenserziehung”