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Der Regelkatalog im Training vor dem Hintergrund der Umgangsregeln mit Kindern von M. Montessori Da einige Kinder anfangs Schwierigkeiten mit dem Anerkennen von Regeln und festen Verhaltensritualen hatten wurde ein Regelkatalog aufgestellt. Wichtig war, dass diese Regeln nicht von "oben" her bestimmt wurden, sondern von den Kindern selbst als wichtig und notwendig erachtet wurden. Deshalb entwarfen wir zusammen eine Reihe von Regeln an die sich jede/r halten muss. Die Vorgaben meinerseits hielten sich in Grenzen, um die Kinder selbständig über Sinn- oder Unsinn gemachter Vorschläge entscheiden zu lassen. Die Vorgaben lauten:
Wichtig bei der Formulierung war es den Wortlaut der Kinder zu übernehmen, oder mit ihrer Einstimmung auf den Punkt zu bringen. So war und ist gewährleistet, dass die einzelnen Verhaltensregeln unmissverständlich sind. Durch die Tatsache, dass die Regeln von den Kindern selbst eingebracht wurden, konnten sie sich mit diesen identifizieren. Es zeigte sich, dass die Kinder auch neuen Schüler/innen "ihre" Regeln erklärten - und diese auch vehement durchsetzten. Diese Förderung, der im Kind schon veranlagten Selbstständigkeit, äußerte schon Maria Montessori. Eine Pädagogik "vom Kinde aus" verspricht die Lösung der vielschichtigen Erziehungsprobleme unserer Zeit. Es kommt darauf an die Sichtweisen des Kindes zu akzeptieren und anzunehmen, sich in der Rolle eines Schülers, statt nur des Lehrers zurechtzufinden. Im Zentrum der budopädagogischen Bemühungen müssen Begriffe wie Freiheit, Ordnung, Stille, Konzentration, schöpferisches Lernen, Selbstentfaltung und Selbstständigkeit stehen. Maria Montessori brachte diese Forderung des Kindes an den Erwachsenen auf den Punkt.: "Hilf mir es selbst zu tun." Montessori stellt den Erzieher nicht über das Kind, sondern versteht ihn als Wächter und Beobachter der kindlichen Bedürfnisse und Entwicklungen, dessen primäre Aufgabe die Vorbereitung der Umgebung ist. (jap. Dojo, chin. Táng) "Das Kind ist nicht ein leeres Gefäß, das wir mit unserem Wissen angefüllt haben und das uns alles verdankt. Nein, das Kind ist der Baumeister des Menschen, und es gibt niemanden, der nicht von dem Kind, das er selbst einmal war, gebildet wurde." Maria Montessori Der Unterricht darf nicht bevormundend sein. Jeder Erwachsene muss wissen, wie demotivierend es ist bei der Arbeit (in unserem Fall Kung Fu) ständig unterbrochen zu werden, weil ein "Lehrer" alles besser weiß. Dagegen macht es Spaß und motiviert, wenn man selbst Entscheidungen treffen und Probleme lösen kann. Warum ist Kung Fu für Kinder so wertvoll? Wahrnehmen, Fühlen, Denken = Einheit
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